(N)onliner Atlas 2008
von Dennis | June 25th, 2008 | Kategorie: News |
Jedes Jahr bringt die Initiative D21 Ihre “Topographie des digitalen Grabens durch Deutschland” heraus. Sinn dieser Studie ist es, die “Nutzung und Nichtnutzung des Internets, Strukturen und regionale Verteilung” darzustellen. Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen.
Ihr Ziel ist es, die Informationsgesellschaft in Deutschland des 21. Jahrhunderts zu stärken. Mit ihren gemeinnützigen Projekten setzt sich die Initiative D21 dabei insbesondere für mehr “Digitale Integration”, “Digitale Kompetenz” und “Digitale Exzellenz” ein.
Doch kommen wir zu dem, was uns am meisten interessiert (also mich zumindest, und ich hoffe, Euch auch…) - die Internetnutzung der Deutschen. Als erstes: 2/3 der Deutschen sind online. Das bedeutet, dass der Anteil derjenigen, die Online gehen mit fast fünf Prozentpunkten mehr als in den Vorjahren gestiegen ist. In Zahlen ausgedrückt: 42,2 Millionen Personen über 14 Jahren sind es dieses Jahr, also etwa drei Millionen mehr als 2007. Andersrum gesehen liegt der Offliner-Anteil unter 30 % - eine erstmalige Erscheinung!
Gleichzeitig wurde festgestellt, dass die Frauen-Männer-Schere wieder zunimmt, der Anteil männlicher Online-Nutzer stieg im Vergleich zum Jahr 2007 überproportional. War das Verhältnis Männer-Frauen im Jahr 2007 noch 67,1-53,8 %, so zeigen die Zahlen für das Jahr 2008 ein Verhältnis von 72,4-58,3 %.
Kommen wir zum nächsten Punkt: Die Altersgruppen der Internetnutzer. Vorweg genommen: Hier ist überall ein Anstieg zu verzeichnen, die größten Zuwächse gibt es bei den über 40-Jährigen (in Klammern die Zahl für 2007, Angaben in %):
- 14-29 Jahre: 91,3 (88,1)
- 30-49 Jahre: 81,5 (77,1)
- 50+ Jahre: 40,3 (35,4)
Bleibt nur noch die Frage offen, wie die Deutschen überhaupt ins Netz kommen. Und, wer hätte das gedacht, eine Antwort findet man in der Studie. Der DSL-Anteil ist weiterhin im Anstieg, Breitband ist also schon der Quasi-Standard für den Netzzugang. Alle Angaben (außer den Jahreszahlen…) wieder in Prozent:
| Jahr | DSL | Kabelmodem | Sonstige Breitband | BB gesamt |
| 2007 | 56,9 | 2,3 | 0,3 | 59,5 |
| 2008 | 61,8 | 3,2 | 0,5 | 65,4 |
Mehr Informationen sowie Download der (N)onliner Atlanten:
www.initiativeD21.de










Ich denke die UMTS Zugänge werden in den nächsten Jahren zulegen und DSL wird wohl Marktanteile verlieren. Leider sind hier keine Infos zu den Online-Zeiten. Ich finde es macht schon einen unterschied, ob ich alle 3 Wochen mal ne Mail abrufe oder täglich 3 Stunden und mehr im Internet unterwegs bin.
Das denke ich auch, solange die Betreiber von Webseiten ihre Dienste weiterhin kostenlos anbieten. Nach einer Studie von Juniper Research können es 2013 weltweit schon 1,7 Milliarden Menschen sein, die das mobile Angebot nutzen werden. (siehe dazu auch http://web-gazette.de/2008/news/internet-auf-dem-handy-noch-am-anfang/)